Die Anlage Hurstmoos

...wo sich der Verein einen Traum erfüllte

Das naturnahe Biotop im Hurstmoos wurde vom ehemaligen Aquarienverein Burgdorf geschaffen, beziehungsweise vor der Verlandung gerettet. Ursprünglich sollten im Hurstmoos Futtertümpel entstehen, beziehungsweise erhalten werden. Darunter verstehen Aquarianer Tümpel, in denen allerlei Kleingetier heranwächst, das als Futter für die Aquarienfische gefangen wird. So der Plan des Aquarienvereins Burgdorf. Das Flachmoor im Hurstwald war dabei die Weiher der heutigen Anlage zurück zu erobern, als die Mitglieder des Vereins an der Hauptversammlung 1966 beschlossen das Hurstmoos mit seinen Weihern zu retten. Die Verlandung war schon stark fortgeschritten als die Arbeiten unter der Leitung von Urs Schläfli an die Hand genommen wurden. Sieben Jahre später und nach 8950 Arbeitsstunden, konnte die Anlage im Oktober 1972 samt Blockhaus eingeweiht werden.

Die Zeiten ändern sich 

Gut 44 Jahre nach der Einweihung des Möslis, wie die Anlage gerne genannt wird, hat sich der Aquarienverein in den heutigen Hurstmoos-Verein umgewandelt. Grund dafür war, dass die Aquaristik als Vereinszweck immer mehr in den Hintergrund trat und das Hurstmoos ins Zentrum rückte. Die Konsequenz aus dieser Entwicklung war die erwähnte Umwandlung in den Hurstmoos-Verein.

Das "Mösli" ist nicht mehr wegzudenken 

Heute teilt der Hurstmoos-Verein die Anlage mit der Bevölkerung. Während die vier Weiher öffentlich zugänglich sind, darf der Verein das Blockhaus und die unmittelbare Umgebung für sich beanspruchen. Mit dieser grosszügigen Geste dankt die Burgerliche Korporation Hindelbank dem Verein für die Schaffung und den bis heute wahrgenommenen, aufwändigen Unterhalt der Anlage.

Das "Mösli" erfreut sich unterdessen grosser Beliebtheit. Als stille Oase der Ruhe und der Natur finden die verschiedensten Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen an die Ufer der Mösliweiher. Wer die Augen offen hält, kann zu jeder Jahreszeit Interessantes am und im Wasser entdecken. Verschiedene Fischarten, Amphibien, Insekten und Vögel bevölkern die Anlage. Daneben hat das Hurstmoos auch einige botanische Raritäten zu bieten. Auf einen Nenner gebracht: Das Hurstmoos hat sich längst zu einem kleinen Paradies entwickelt.

 Die Anlage im Hurstmoos in Detail und Übersicht

Parkplätze, welche Sie bei Ihrem Besuch im Hurstmoos gratis nutzen können.

Interessant sind auch die historischen Aufnahmen aus dem Jahr 1946 - also weit bevor die Anlage erstellt wurde:
Klicken Sie hier, um historische und aktuelle Luftaufnahmen zu vergleichen

Der Weiherbau in Zahlen 

Totale Fläche rund 5'500 Quadratmeter, davon nimmt die Wasserfläche rund 2'960 Quadratmeter ein. Der Aushub der vier Weiher mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von 80 Zentimetern, beträgt zirka 2'400 Kubikmeter. Davon wurde ein guter Drittel von Hand ausgehoben. Die Bauzeit für die vier Weiher (ohne Blockhaus) dauerte vom 8. April 1967 bis Ende September 1968. In diesen anderthalb Jahren leisteten die Vereinsmitglieder rund 3'700 Arbeitsstunde. Dies alles in ihrer Freizeit.

Der Bau des Blockhauses

Die Erdarbeiten und Maurerarbeiten für die Fundamentplatte begannen im August 1969 und dauerten bis Mitte Oktober 1970. Nach einer Winterpause konnten im März 1971 die Holzbauarbeiten an die Hand genommen werden. Diese dauerten bis in den Oktober 1972. Für den Blockhausbau erbrachten die Vereinsmitglieder erneut 5'453 Stunden.

Einweihung nach fast 9'000 Arbeitsstunden 

Nach insgesamt gut 8'950 Stunden Arbeit konnte die Freilandanlage Hurstmoos Ende Oktober 1972 eingeweiht werden. Das heisst, sowohl die vier Weiher als auch das Blockhaus. Seit der Einweihung wendete der Verein ungezählte Stunden für die Pflege und den Unterhalt der Anlage auf. Markant sind die Gesamtsanierungen 1981 und 1983.

Benutzung der Anlage

Das Blockhaus steht ausschliesslich für Vereinsmitglieder offen und kann von Personen ausserhalb vom Verein nicht gemietet werden. Vereinsmitglieder müssen die Benutzung des Blockhauses für private Anlässe rechtzeitig anmelden. Reservationen werden durch unseren Hüttenwart Marc Zürcher verwaltet. Anfragen bitte über email oder Telefon.

Beliebt und sehr geschätzt

Es kommt nicht von ungefähr, dass das Hurstmoos von vielen Leuten liebevoll als "Mösli" bezeichnet wird. In den seit dem Bau vergangenen Jahrzehnten ist der Teil mit den Weihern ein beliebtes Ausflugsziel für die Bevölkerung geworden. Auch Wanderer oder Radfahrer machen gerne Halt im Mösli. Selbst das "Historische Lexikon der Schweiz" schreibt: "Das Naturreservat Hurstmoos und Hurstwald ist ein beliebtes Ausflugsziel."

Die Kosten trägt der Verein 

Der Unterhalt für die Anlage ist kostenintensiv. Dem Verein ist es bisher gelungen alle seine Aufwendungen zu finanzieren. Dabei erhält er Unterstützung von verschiedener Seite. Gemeinden leisten einen Beitrag, verschiedene Firmen, aber auch viele Freunde des Möslis, die eine Spende in den am Eingang aufgestellten Sammelbehälter werfen. Der Verein dankt an dieser Stelle für die Unterstützung.

Rückstellungen

Es versteht sich, dass der Verein beim Unterhalt des Hurstmooses nicht von der Hand in den Mund leben kann. Im Gegenteil: Es braucht Voraussicht. Denn sollten grössere Arbeiten anfallen, müssen diese auch finanziert werden können.

Spenden

Wenn auch Sie zum Unterhalt der Anlage betragen wollen, sind wir Ihnen sehr dankbar. Spenden können Sie an folgende Adresse:

Raiffeisen Bank Burgdorf
zu Gunsten

Hurstmoos-Verein
Burgdorf

Konto:
CH63 8080 8007 2864 1131 1

 Wir bedanken uns ganz herzlich!

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