Vögel im Hurstmoos und in den Hindelbanker Wäldern

Um eine möglichst vollständige Übersicht über die Vögel im Hurstwald, Hurstmoos und in den Hindelbanker Wäldern erstellen  zu können, haben wir die Liste der Vögel auf der Homepage der Umweltgruppe Hindelbank als Referenz herangezogen. 

Vögel, welche im Verlaufe des 2020 bereits gesehen oder gehört wurden, sind mit einem "*" gekennzeichnet. Bis Mitte Juni wurden im 2020 wurden 33 der unten aufgeführten Arten gesehen oder gehört.

Eisvogel (Alcedo atthis)* 

Der Eisvogel ist seit einigen Jahren - im Winter - ein regelmässiger Besucher des Mösli - und der heimliche Star unter den Vögeln im Mösli. Jedes Jahr lockt er viele Fotografen an und die vielen schönen Bilder, haben sicher schon viel Freude bereitet. 


Auch macht es immer wieder Freude den Eisvogel beim Fischen zu beobachten - pfeilschnell ist er dabei.

 

Bild: © Ulrich Ledermann, Schönbühl

Bild: Wikipedia

Amsel (Turdus merula)*

Die Amsel ist mit ihrem melodischen, wohlklingenden Flöten, das manchmal schon im Januar erklingt, einer der ersten Frühlingsboten. Sie singt gerne an exponierten Stellen, auf Dachfirsten oder Baumwipfeln, so dass ihr Gesang weithin zu hören ist. Das liebliche, gedämpfte Schlussmotiv wird bei geschlossenem Schnabel gesummt und klingt wie ein entferntes Echo. Die Amsel war ursprünglich eine scheue Bewohnerin dichter, unterholzreicher Wälder. Erst im Lauf der letzten 100 Jahre ist sie so zahlreich in Siedlungen und Städte vorgedrungen, dass sie heute in Europa zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Brutvögeln gehört..

Quelle: Vogelwarte Sempach

Baumfalke (Falco subbuteo) 

Mit seinem eleganten Körper und seinen sichelförmigen Flügeln erinnert der Baumfalke oft an einen übergrossen Mauersegler, dessen Flugkünsten er in nichts nachsteht. Er ist ein sehr gewandter Luftjäger: Im rasanten Sturzflug stösst er auf fliegende Vögel, überrascht die Beute im niedrigen Jagdflug oder erbeutet spielend Grossinsekten, die er gleich im Flug «zubereitet» und verzehrt.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

Bild: Wikipedia

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Bergfink (Fringilla montifringilla)

Bergfinken ziehen ab Mitte September von ihren Brutgebieten in den Wäldern Nordeuropas und Sibiriens nach West-, Mittel- und Südeuropa. Ihr Winterquartier deckt sich mit der Verbreitung der Buche. Bucheckern sind die wichtigste Nahrungsquelle im Winter. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Blaumeise (Cyanistes caeruleus)* 

Die lebhaften und geschickten Blaumeisen sind wenig scheu. Sie erscheinen im Winter oft am Futterbrett und zanken sich mit anderen Vögeln um die begehrten Happen. Im Gegensatz zu anderen Meisen legen sie keine Vorräte an, bedienen sich aber gerne aus den Verstecken beispielsweise von Sumpfmeisen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Buchfink (Fringilla coelebs)*

Nicht der Haussperling oder die Amsel, sondern der Buchfink ist unser häufigster Brutvogel. Er kommt überall vor, wo zumindest einige Bäume wachsen, denn er ist nicht besonders wählerisch. Im Winter ist der Buchfink ein zahlreicher Gast an Futterhäuschen. Hier begnügt er sich meist damit, die heruntergefallenen Samen am Boden aufzunehmen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Buntspecht (Dendrocopos major)* 

Der Buntspecht macht bereits an warmen Februartagen mit kurzen, kräftigen Trommelwirbeln auf sich aufmerksam. Um Erschütterungen beim Trommeln zu mildern, ist das Gehirn stossdämpfend gelagert. Unsere häufigste und am weitesten verbreitete Spechtart stellt geringe Ansprüche an den Lebensraum und brütet auch in städtischen Parkanlagen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Eichelhäher (Garrulus glandarius)*

Durch seine rätschenden Rufe fällt der prächtig gefärbte Eichelhäher fast das ganze Jahr über auf. Nur in der Brutzeit verhält er sich heimlicher. Als scheuer Vogel ist er äusserst aufmerksam. Sein Warnruf ertönt meist, bevor der Vogel selbst entdeckt wird und macht nicht nur Artgenossen, sondern auch andere Vögel auf Gefahren aufmerksam. Im Herbst sammeln die Vögel Eicheln und Nüsse und verstecken sie sorgfältig als Vorrat für den Winter. Da nicht alle Verstecke wieder gefunden werden, beginnen viele Samen zu keimen. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Erlenzeisig (Spinus spinus)* 

Der Erlenzeisig ist - ähnlich wie der Fichtenkreuzschnabel - ein unsteter Vogel. Er lässt sich bevorzugt dort nieder, wo das aktuelle Samenangebot gute Aufzuchtsmöglichkeiten für die Jungen verspricht.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

Bild: (c) Hansueli Mumenthaler

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Elster (Pica pica)*

Elstern haben einen schlechten Ruf, weil sie als Nesträuber gelten. Sie sind Allesfresser und in der Brutzeit nimmt der Anteil tierischer Nahrung zu. Auch dann machen Eier und Jungvögel anderer Arten nur etwa 2-3 Prozent der Nahrung aus. Nicht nur Elstern und Krähen plündern Vogelnester, sondern auch Spechte, Marder, Eichhörnchen und Hauskatzen. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Fasan (Phasianus colchicus) 

Die ursprüngliche Heimat des Jagdfasan liegt in Asien zwischen dem Kaukasus und China. Die langschwänzigen Hähne mit dem schillernd dunkelgrünen oder violetten Kopf und den leuchtend roten Hautlappen um das Auge sind eine begehrte Jagdtrophäe, was aber natürlich im Hurstmoos und Hurstwald (Naturschutzgebiet) verboten ist.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

Bild: Wikipedia

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Fichtenkreuzschnabel (Loxia curcirostra)*

Der Fichtenkreuzschnabel ist die verbreitetste Kreuzschnabelart. Seine überkreuzten Schnabelspitzen sind ein klassisches Beispiel für eine dem Nahrungserwerb angepasste Schnabelform. Mit diesem Spezialwerkzeug kann der Vogel die Samen zwischen den Schuppen von Nadelholzzapfen herausholen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Fitis (Phasianus colchicus)* 

Fitis und Zilpzalp sind so genannte Zwillingsarten und ähneln sich stark. Am besten gelingt die Unterscheidung anhand des Gesangs: Jener des Fitis klingt schwermütig flötend. Der ausgesprochene Zugvogel überwintert südlich der Sahara. Bei uns stösst er an die Südgrenze seines Areals.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Gartengrasmücke (Sylvia borin)

Die unscheinbar gezeichnete Gartengrasmücke besiedelt bei uns alle Höhenstufen von den Niederungen bis zur Baumgrenze. Am meisten fällt sie durch die Stimme auf. Die Männchen können oft minutenlang den anhaltenden, plaudernden und abwechslungsreichen Gesang vortragen. Gartengrasmücken sind hauptsächlich Insektenfresser.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla)* 

Der grösstenteils auf Europa beschränkte Gartenbaumläufer lockt mit einem lauten «tüüt» und hat einen kurzen, lauten und rhythmischen Gesang. Bei Frost sucht er Schlafplätze in geschützten Schlupfwinkeln auf, beispielsweise unter einem Dachvorsprung. Hier verbringen mehrere eng aneinander gekuschelte Vögel die Nacht.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

Bild: Wikipedia

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Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)*

Wegen der schwarzen Kopfkappe und der hellroten Unterseite des Männchens wird der Gimpel auch Dompfaff genannt. Sein kurzer Schnabel mit den scharfen Schneidekanten ist ein vorzügliches Instrument, um Knospen abzuzwicken, Schalen zu knacken und Samen herauszuschälen. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Girlitz (Serinus serinus) 

Noch im Mittelalter war der Girlitz auf das Mittelmeergebiet beschränkt. Später, vor allem im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts, stiess er mehr und mehr nach Norden vor und ist heute ein recht häufiger Brutvogel in Mittel- und Osteuropa. Ohne Mithilfe des Menschen hätte der Girlitz nicht so rasch vordringen können, denn die Nadelgehölze, für die dieser kleine gelbe Vogel eine Vorliebe hat, findet er vor allem in der Nähe menschlicher Siedlungen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Goldammer (Emberiza citrinella)*

Die Goldammer ist die verbreitetste und häufigste Ammer Europas und besiedelt am liebsten Kulturlandschaften mit Hecken, Obstgärten, Äckern und Wiesen. Bereits im zeitigen Frühjahr trägt das Männchen seinen einfachen Gesang vor: «Wie, wie, wie, wie hab ich dich lieb». Früher haben Waldrodungen, traditioneller Ackerbau und Pferdehaltung die Goldammer stark gefördert.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Grauschnäpper (Muscicapa striata)* 

Der Grauschnäpper hat eine unscheinbare Färbung und Stimme, weshalb er im Garten oft nicht bemerkt wird. Er sitzt gerne auf einer exponierten Warte und stürzt sich plötzlich in die Luft, um die erspähten Fliegen und anderen Fluginsekten zu erhaschen. Oft muss sich der Grauschnäpper im Flug geschickt drehen und wenden, dann schnappt sein Schnabel hörbar zu. Nur zwischen Mai und September ist dieses Schauspiel bei uns zu sehen, dann verschwinden die Vögel wieder Richtung Afrika.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Grünfink (Chloris chloris)*

Der anpassungsfähige Grünfink hat sich dank der Ausdehnung der Siedlungsflächen und der Winterfütterung stark vermehren können und ist in weiten Teilen unseres Landes häufig anzutreffen. Neben Haussperling und Amsel ist er einer der zahlreichsten Vögel der Städte und Dörfer. Im Herbst und Winter sucht der Grünfink seine Nahrung oft zusammen mit anderen Finkenvögeln, Sperlingen und Ammern auf Stoppelfeldern und Ödlandflächen. Er ist fast ausschliesslich Vegetarier. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Grünspecht (Picus viridis)* 

Der Grünspecht fällt neben dem laut lachenden Balzruf auch durch den wellenförmigen Flug auf, bei dem er die Flügel zwischen zwei Schlagphasen ganz an den Körper anlegt. Neben dem Wendehals ist er unter den Spechtarten Europas am stärksten auf Ameisen spezialisiert. Er besitzt eine mehr als 10 Zentimeter lange Zunge, die klebrig und an der Spitze mit Widerhaken versehen ist.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Habicht (Accipiter gentilis)

Der Habicht ist ein überaus wendiger und kräftiger Flieger. Beim Jagdflug fliegt er rasch beschleunigend flach über den Boden oder den Baumkronen, nützt jede Deckung wie Unebenheiten, Büsche und Bäume geschickt aus und überrascht so seine Beute. Meist lebt der Habicht eher versteckt im Wald, ausserhalb der Brutzeit ist er aber in allen Lebensräumen anzutreffen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Haubenmeise (Lophophanes cristatus)* 

An ihrem hübschen, aufrichtbaren Kopfschmuck ist die Haubenmeise leicht zu erkennen. Im dichten Nadelwald verrät sie sich meist durch ihr typisches Gürren. Bei der Balz verfolgt das Männchen das Weibchen mit eigentümlichen Flatterflügen. Um das Weibchen zu umwerben, richtet es die Haube auf, präsentiert den schwarzen Kehllatz und schlägt rasch mit den Flügeln. Gleichzeitig zeigt das Weibchen Beschwichtigungsgebärden, indem es den Kopf senkt. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Heckenbraunelle (Prunella modularis)*

Die Heckenbraunelle ist die «graue Maus» unter den einheimischen Singvögeln. Zwar ist sie von den Niederungen bis zur Baumgrenze weit verbreitet und gebietsweise auch häufig, doch lebt sie sehr unauffällig. Sie ist graubraun gefärbt und erinnert an einen Haussperling, hat aber den typischen, feinen Schnabel eines Insektenfressers. Männchen und Weibchen haben voneinander unabhängige, sich überlagernde Reviere. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Hohltaube (Columba oenas)* 

Die Hohltaube ist ein unauffälliger Vogel und kommt nirgends in grösserer Dichte vor. Wie der Name verrät, brütet sie in Baumhöhlen in Wäldern und Feldgehölzen, vorzugsweise in alten Schwarzspechtlöchern. Ihre Nahrung sucht sie in der offenen Landschaft. Neben dem recht eintönigen Gesang ist auch die Färbung bis auf den grün und weinrot schimmernden Halsfleck wenig auffällig.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Kernbeisser (Coccothraustes coccothraustes)*

Der fast starengrosse Kernbeisser ist ein Charaktervogel der Laubwälder und zeichnet sich durch seinen dicken, hohen Kegelschnabel aus. Mit diesem entwickelt er beim Zubeissen eine gewaltige Kraft und kann sehr harte Samen und Nüsse wie Kirschkerne und Hagebuchensamen knacken.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Kleiber (Sitta europaea)* 

Seinen Namen verdankt der Kleiber der angeborenen Fähigkeit, den Eingang seiner Bruthöhle bis auf die passende Grösse mit Lehm zu verkleben. Dadurch hält er sich grössere und unliebsame Nistplatzkonkurrenten wie den Star vom Leib. Samen klemmt er in Baumrindenritzen und spaltet sie, indem er mit seinem starken, spitzen Schnabel wie mit einem Beil auf sie einhackt.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Kleinspecht (Dryobates minor)

Der Kleinspecht ist der Zwerg unter den europäischen Spechten. Er macht sich im Frühjahr mit hohen Rufreihen und gleichmässigen Trommelwirbeln bemerkbar. Zur Balzzeit im Frühjahr vollführt das Männchen Schauflüge mit ausgebreiteten Flügeln von einem Baum zum nächsten - dorthin, wo das Weibchen sitzt. Kletternd nähert es sich seiner Partnerin mit gefächerten Schwingen. Bei der Nahrungssuche bevorzugt der flinke Kleinspecht den Kronenbereich, wo er oft dürre Äste nach Insekten und Larven absucht.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Kohlmeise (Parus major)* 

Die Kohlmeise besiedelt dank grosser Flexibilität unterschiedliche Lebensräume und gehört zu unseren häufigsten Brutvögeln. Sie zeigt eine hohe Lernfähigkeit und kann auch kurzzeitig ergiebige Nahrungsquellen nutzen. Bereits im tiefen Winter ist ihr Gesang zu hören. Was bei uns Frühlingsgefühle weckt, ist für die singenden Meisenmännchen ein harter Kampf um gute, nahrungsreiche Reviere und um eine Partnerin.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Kolkrabe (Corvus corax)

Kolkraben sind die grössten Singvögel. Sie können über weite Strecken gleiten und in Aufwinden ohne Flügelschlag kreisen. Vor allem im Frühjahr trudeln sie paarweise hoch in der Luft, schliessen die Flügel halb, rollen sich seitwärts ab und stürzen atemberaubend schnell in die Tiefe. Sie bringen es fertig, kurze Strecken mit dem Rücken nach unten zu fliegen. Die Paare leben in einer Dauerehe und festigen den Zusammenhalt durch Kraulen, Füttern oder Gefiederpflege. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Kuckuck (Clamator glandarius) 

Der Häherkuckuck brütet in Afrika sowie im Mittelmeerraum und erreicht die Schweiz nur ausnahmsweise. Wie der Kuckuck ist er ein Brutschmarotzer: Das Männchen lenkt die Wirtsvögel ab, in Europa vor allem Elstern und Blauelstern, und hält sie solange von ihrem Nest fern, bis das Weibchen sein Ei hineingelegt hat. Der Jungvogel wächst zusammen mit den Küken des Wirtspaares auf.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Mäusebussard (Buteo buteo)*

Mit den ersten Frühlingstagen kreist der Mäusebussard über seinem Revier und lässt die bekannten, miauenden Rufe ertönen. Mit eindrucksvollen Flugspielen wirbt das Männchen um die Gunst einer Partnerin. Krähen verfolgen den Mäusebussard argwöhnisch und versuchen hartnäckig, ihn aus ihren Revieren zu vertreiben. Im Winter erhalten unsere Brutvögel Zuzug von nordöstlichen Wintergästen. Bei starken Wintereinbrüchen kommt es oft zu spektakulären Fluchtbewegungen Richtung Südwesten.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Misteldrossel (Turdus viscivorus)* 

Die Misteldrossel verdankt ihren Namen der Vorliebe für die klebrigen Beeren der Mistel. Diese halbparasitisch lebende Pflanze wird hauptsächlich durch Vögel verbreitet. Die Misteldrosseln fressen das Fruchtfleisch der Mistel und streifen die klebrigen Samen an einem Ast ab. Oder sie schlucken die Früchte ganz und scheiden die Samen mit ihrem Kot auf einem entfernten Baum wieder aus. Im Winter kann die Drossel Misteln und Beeren tragende Bäume vehement verteidigen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Mittelspecht (Leiopicus medius)

Der Mittelspecht ist ein Habitatspezialist, der bei uns hauptsächlich ehemalige Mittelwälder mit zahlreichen Alteichen besiedelt. Der Bestand ist gefährdet und langfristig wird er sich nur halten können, wenn grossflächige Wälder mit der Eiche als Hauptbaumart bestehen bleiben. Im Gegensatz zu anderen Spechten trommelt der Mittelspecht nur sehr selten. Stattdessen ist in der Brutzeit das klagende Quäken zu hören, womit der Mittelspecht sein Revier markiert. Sein kurzer, recht schwacher Schnabel ist eher zum Stochern als zum Hacken geeignet.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)* 

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit sieht die Mönchsgrasmücke einer günstigen Zukunft entgegen. Sie gehört bei uns zu den häufigsten Brutvögeln und bereichert mit ihren klaren, volltönenden Flötenstrophen sogar gebüschreiche Parks und Gärten in Grossstädten. Die Art ist ein beliebtes Studienobjekt für die Vogelzugforschung, denn seit einigen Jahrzehnten hat sich bei einem Teil der Brutvögel eine neue Wegzugstrategie nach Nordwesten in Richtung der Nordsee und auf die Britischen Inseln etabliert.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Pirol (Oriolus oriolus)*

Die nächsten Verwandten des exotisch aussehenden Pirols leben in den Tropen in Afrika und Asien. Trotz seines auffälligen gelbschwarzen Gefieders ist er in den lichtdurchfluteten Baumkronen wegen seiner versteckten Lebensweise nicht leicht zu entdecken. Am einfachsten ist er anhand des wohlklingenden Gesangs nachzuweisen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Rabenkrähe (Corvus corone corone)* 

Rabenkrähen sind als Allesfresser die Hauptgewinner der heutigen Entwicklung in der Landwirtschaft. Der für Silage übliche, fast gleichzeitige Schnitt grosser Flächen macht Krähen dank guter Flug- und Laufeigenschaften sowie gemeinschaftlicher Nutzung des Nahrungsangebots gegenüber anderen Vögeln der Agrarlandschaft überlegen. Als Nesträuber und Schädling wird die Rabenkrähe schon lange verfolgt. Aus ökologischer Sicht gibt es dafür allerdings keine stichhaltigen Gründe. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Raubwürger (Lanius excubitor)

Der Raubwürger als grösste europäische Würgerart, einst in unserem Land weit verbreitet, ist 1986 als Brutvogel verschwunden. Ihm fehlen heute grossflächige, zusammenhängende und extensiv genutzte Wiesenflächen mit Hecken, Feldgehölzen und Einzelbäumen. Durch den weiträumigen Rückgang in weiten Teilen Europas erscheint seine Zukunft ungewiss.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Ringeltaube (Columba palumbus)* 

Die Ringeltaube ist die grösste und häufigste bei uns vorkommende Taubenart. Auf ihrem Zug meiden die Vögel die Alpen grösstenteils und fliegen deshalb vorwiegend dem Jura entlang und durchs Mittelland. An gewissen Stellen konzentriert sich der Taubenzug, so dass hier im Oktober oft riesige Verbände beobachtet werden können. In ganz Europa sind Ringeltauben eine begehrte Jagdbeute.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Rotkehlchen (Erithacus rubecula)*

Das Rotkehlchen ist einer der häufigsten Brutvögel. Oft ertönt sein Gesang noch in der späten Dämmerung oder sogar nachts. Die namensgebende orangerote Färbung von Gesicht, Kehle und Brust fehlt im Jugendkleid noch. Statt dessen ist das Gefieder grob gefleckt. Erst in der Jugendmauser entwickelt sich die vertraute Färbung. Menschen gegenüber sind Rotkehlchen oft sehr zutraulich und kommen bei Gartenarbeiten neugierig heran, um zutage geförderte Bodentiere zu erhaschen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Rotmilan (Milvus milvus)* 

Der Rotmilan ist nach Bartgeier und Steinadler der drittgrösste einheimische Greifvogel. Die Vögel können stundenlang auf ihren schmalen, langen Flügeln kreisen und steuern dabei unablässig mit dem langen Gabelschwanz. Zur Balzzeit vollführen die Paare richtige Kunstflüge und äussern häufig ein wieherndes Trillern. Der Rotmilan hat sich bei uns in den letzten Jahrzehnten deutlich ausbreiten können.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Schleiereule (Tyto alba)

Die weissen Gefiederpartien, der herzförmige Gesichtsschleier, die rein nächtliche Lebensweise und das seltsam anmutende Zischen und Schnarchen im Dachstuhl haben zu zahlreichen abergläubischen Vorstellungen über die Schleiereule geführt. Sie verlässt sich bei der Jagd nicht nur auf ihren Gesichtssinn, sondern kann in stockfinsterer Nacht ihre Beute beim leisesten Geräusch perfekt nach dem Gehör orten. Zielsicher und gespenstisch-lautlos fliegt die Schleiereule selbst durch komplizierte Balkenkonstruktionen. Je nach Mäuseangebot und Härte des Winterwetters schwankt die Bestandsdichte von Jahr zu Jahr stark.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)* 

Die Schwanzmeise zählt zu den kleinsten Vogelarten, scheint allerdings durch den langen Schwanz und das aufgeplusterte Gefieder grösser. Die Vögel sind sozial, leben fast ganzjährig in Gruppen und nächtigen in Schlafgemeinschaften. Ein lauter Reviergesang fehlt bei der Schwanzmeise. Bruthelfer können sich an der Nestverteidigung und beim Füttern der Jungen beteiligen. Die fast ständig geäusserten, hohen Rufe verraten die kleinen, rastlosen Turner im Gezweig meist schon, bevor sie zu sehen sind. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Schwarzmilan (Milvus migrans)*

Der Schwarzmilan ist im Gegensatz zum Rotmilan ein ausgesprochener Zugvogel und stärker ans Wasser gebunden. Nach der Ankunft ab März beginnen die Paare mit der Balz. Dabei sind die typischen wiehernden und trillernden Rufreihen zu hören. Als gewandter Flieger greift der Schwarzmilan oft auf dem Wasser treibende Fische in elegantem Sturzflug, schwingt sich wieder in die Höhe und kröpft seine Beute gleich im Flug. Nicht selten sucht er auch Autobahnen und Müllplätze nach Nahrung ab.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Schwarzspecht (Dryocopus martius)* 

Der krähengrosse Schwarzspecht ist die grösste europäische Spechtart. Mit dem einheitlich schwarzen Gefieder, dem roten Scheitel, dem mächtigen, elfenbeinfarbenen Schnabel und der hellen Iris ist er kaum zu verwechseln. Trotz seiner Grösse bekommt man den scheuen Vogel nicht oft zu Gesicht. Er ist ruffreudig und verfügt über zahlreiche verschiedene Lautäusserungen. Gerne zerhackt er morsche Holzstümpfe, entrindet frische Strünke und insektenbefallene Bäume und meisselt tiefe Löcher in kernfaule Fichten.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Seidenschwanz (Bombycilla garrulus)

Durch sein seidiges Gefieder, die schwarze Gesichts- und Kehlzeichnung und die auffällige Haube ist der Seidenschwanz in Europa einzigartig. Bei gutem Angebot an Vogelbeeren überwintern die meisten Vögel im nordischen Brutgebiet oder etwas weiter südlich. Bei fehlender Beerennahrung und sehr grossen Beständen unternimmt der Seidenschwanz oft grosse Wanderungen, die bis in den Mittelmeerraum reichen können. Das unvorhersehbare, teilweise massenhafte Auftreten der Vögel galt früher als Vorzeichen für kommende Kriege oder Seuchen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Singdrossel (Turdus philomelos)* 

Der Gesang der Singdrossel vermittelt Vorfrühlingsstimmung. Bereits früh im März hallen die Wälder in der Dämmerung von den Wiederholungen der lauten und klaren Motive wider. Bekannt ist die Singdrossel vor allem wegen ihrer Drosselschmieden: An geeigneten, regelmässig genutzten Steinen zertrümmert sie das Gehäuse von Schnecken, um an den weichen Körper zu gelangen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla)*

Das Sommergoldhähnchen ist ein Leichtgewicht, das die Schweiz im Winter grösstenteils verlässt. Es ist weniger an Fichten gebunden als das Wintergoldhähnchen und nutzt neben Nadelholz auch Laubbäume. Wo Waldschäden auftreten, bekommen die Vögel schnell Probleme: Die ausgedünnten Äste bieten ihnen keinen ausreichenden Schutz mehr und das Nahrungsangebot ist stark eingeschränkt.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Sperber (Accipiter nisus) 

Der Sperber ist ein Meister des Überraschungseffekts: Schnell fliegt er einer Hecke oder einer Böschung entlang, schiesst plötzlich über sie hinweg in eine Singvogelschar, greift sich ein Opfer und ist wieder verschwunden. In der Brutzeit bewohnt er hauptsächlich Wälder, vor allem im Winter ist er auch in Siedlungen anzutreffen. Hier sind die Singvögel an den Futterstellen eine leichte Beute, doch lauern mit Fensterscheiben auch zusätzliche Gefahren.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Star (Sturnus vulgaris)

Der Star ist ein munterer Geselle, der vor allem ausserhalb der Brutzeit oft in grossen Ansammlungen auftritt. Schwärme von lärmigen Staren, die zu Tausenden kurz vor Einbruch der Dunkelheit zu ihren Schlafplätzen ziehen, sind vielerorts ein gewohnter Anblick. Durch die gesellige Lebensweise profitieren die Vögel voneinander, indem sie sich an die günstigen Nahrungsgebiete führen und sich gegenseitig vor Feinden warnen. Bei Flugmanövern über Schlafplätzen sowie beim Angriff von Greifvögeln ziehen sich Schwärme schnell zu Bändern oder kugelförmigen Haufen zusammen, die sich extrem koordiniert bewegen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Sumpfmeise (Poecile palustris)* 

Der monotone Gesang der Sumpfmeise (oder Nonnenmeise) ist meist nur für kurze Zeit im März zu vernehmen. Sie bewohnt - trotz des deutschen Artnamens - nicht Sumpfgebiete, sondern bevorzugt alte Baumbestände in Wäldern, Obstgärten, Gärten und Parks. Als ausgesprochener Standvogel entfernt sie sich kaum von ihrem Revier. Sobald ein gutes Samenangebot vorhanden ist, versteckt die Sumpfmeise fettreiche Samen und Körner als Vorräte. Ein erstaunliches Erinnerungsvermögen hilft ihr, die Vorratslager wiederzufinden.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes)

Der Tannenhäher ist ein ausgesprochener Waldbewohner, und zwar des Nadelwaldes. Er frisst am liebsten Arven- und Haselnüsse. Im Herbst klaubt er die Arvennüsse aus den Zapfen, verstaut sie in grosser Zahl in seinem unter der Zunge gelegenen Kehlsack und transportiert sie in Vorratsverstecke. Der Tannenhäher vollbringt eine enorme Leistung, denn jeder Vogel sammelt schätzungsweise 30 000 bis 100 000 Arvennüsse pro Jahr. Im Winter muss er sich manchmal über einen Meter tief durch den Schnee zum Versteck vorarbeiten. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca)*

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt der Trauerschnäpper in der Schweiz als recht seltener Brutvogel. Danach setzte eine starke Zunahme ein, die unter anderem durch das Aufhängen von Nistkästen begünstigt wurde. Die älteren Männchen kommen meist vor den jüngeren und den Weibchen an und besetzen anfänglich oft mehrere Nistplätze. Das Weibchen wählt ein Männchen mit einer Nisthöhle aus, wobei die Qualität des Brutplatzes entscheidend ist. Viele Männchen versuchen in einem zweiten Revier, ein weiteres Weibchen anzulocken.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Turmfalke (Falco tinnunculus)*

Der Turmfalke ist vor allem für seine Jagdweise bekannt: Plötzlich stellt er sich im Flug gegen den Wind und verharrt dank dem Rüttelflug und dem breit gefächerten Schwanz erstaunlich lange an der gleichen Stelle, um nach Mäusen Ausschau zu halten. Bei uns ist der Turmfalke noch weit verbreitet, ist aber seit den Sechzigerjahren in den Niederungen wesentlich seltener geworden. Schuld daran sind die ausgeräumten, intensiv genutzten Landschaften, wodurch das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten abgenommen haben.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Turteltaube (Streptopelia turtur) 

Das ausdauernde Gurren der Turteltaube, das in der Schweiz besonders in den klimatisch milderen Gebieten zu hören ist, hat die Menschen schon in der Antike beeindruckt, wie verschiedene Aufzeichnungen belegen. Lautmalerisch ist neben dem deutschen auch der wissenschaftliche Artname. Als einzige unserer Taubenarten überwintert die Turteltaube südlich der Sahara.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Wachholderdrossel (Turdus pilaris)

Die Wacholderdrossel brütet als einzige Drosselart gerne in Kolonien und hat ein kleines Stimmenrepertoire. Meist sind die Vögel an ihrem lärmenden und schwätzenden «Schak-schak» zu erkennen. Dazwischen mischt sich zuweilen das schrillere «Wiek» eines Vogels, der den Anschluss an die Schar verpasst hat und wieder dazu stossen möchte. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist diese ursprünglich in den sibirischen Nadelwäldern heimische Art von Nordosten her in die Schweiz eingewandert.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Waldbaumläufer (Certhia familiaris)* 

Waldbaumläufer leben in Nadel- und Mischwäldern im Jura und in den Alpen und kommen auch im Mittelland in geringer Dichte vor. Auf der Suche nach Insekten und Spinnen klettern die oberseits rindenfarbig braun gemusterten Vögel etwas ruckartig und spiralförmig Stämme und Äste hoch. Wie Spechte stützen sie sich mit den steifen Steuerfedern ab.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Waldkauz (Strix aluco)

Oft sind schon im Spätwinter nach Einbruch der Dunkelheit die schaurig heulenden Balzrufe des Waldkauzmännchens zu hören, dem das Weibchen gellend antwortet. Unsere häufigste Eulenart ist keineswegs nur in Wäldern zu finden, auch Parkanlagen in Grossstädten bewohnt sie regelmässig. Tagsüber döst das nachtaktive «Käuzchen» meist vor seiner Baumhöhle. Nicht selten wird es dann von Kleinvögeln, die auf seiner Beuteliste stehen, mit heftigem Gezeter «beschimpft».

Quelle: Vogelwarte Sempach

Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix)* 

Mit seinem auffallenden Gesang und dem Balzflug in den Baumkronen belebt der Waldlaubsänger unsere buchenreichen Laubwälder, zu deren lichtgrünem Laub sein lebhaft gelbgrünes Gefieder bestens passt. Das Nest - ein kunstvoller Kugelbau - errichtet er am Boden. Wichtig ist, dass der Eingang von einem niedrigen Zweig aus sichtbar ist. Dieser Zweig bildet die unterste Stufe einer Reihe von Zweigen, die wie eine Treppe in Nestnähe führt und immer gleich benutzt wird, wenn die Vögel zum Nest fliegen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Waldohreule (Asio otus)

Die dumpfen Balzrufe der Waldohreule, die in Februar- und Märznächten vorgetragen werden, sind nicht weit hörbar. Tagsüber sind die Vögel wegen ihres rindenfarbenen Gefieders kaum zu entdecken. Am ehesten verraten die oft die ganze Nacht über laut fiependen Jungeulen die Anwesenheit der Art. Die namensgebenden «Ohren» sind lediglich verlängerte Kopffedern.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Wanderfalke (Falco peregrinus) 

Der Wanderfalke erlitt ab Mitte der Fünfzigerjahre europaweit massive Bestandseinbussen, weil er empfindlich auf schlecht abbaubare Umweltgifte reagiert. Das hat den prächtigen Greifvogel in der Schweiz an den Rand des Aussterbens gebracht. Dank dem Verbot einzelner Pestizide und dem gesetzlichen Schutz hat es der Wanderfalke geschafft, zum erfolgreichen Rückkehrer zu werden. Die schnittigen Flieger erreichen im Sturzflug atemberaubende Geschwindigkeiten und stürzen sich wie ein Geschoss auf ihre Beute.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

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Weidenmeise (Poecile montanus)

Die «Weidenmeise» ist eine Gesangsform der Mönchsmeise. Sie bewohnt den Jura und lokal das Mittelland, die Voralpen sowie das Alpenrheintal. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt zwischen 800 und 1500 m. Wie die Haubenmeise zimmert die Weidenmeise ihre Bruthöhle meist selber in morsches Holz und begnügt sich dabei schon mit relativ dünnen Stämmen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

Wespenbussard (Pernis apivorus) 

Der Wespenbussard lebt in der Brutzeit recht heimlich in Waldgebieten und sitzt kaum frei auf einer Warte wie der Mäusebussard. Die für einen Greifvogel ungewöhnliche Nahrung, vorwiegend staatenbildende Insekten, erlaubt nur einen knapp fünf Monate dauernden Aufenthalt im Brutgebiet. Ab Ende August brechen die Vögel zu einer 7000 Kilometer langen Wanderung in ihr Winterquartier auf, die Regenwälder Afrikas. Dabei kann es an topografischen Hindernissen und Leitlinien mit thermischen Aufwinden zu Massierungen kommen.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

Bild: Wikipedia

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Wintergoldhänchen (Regulus regulus)*

Mit nur 4-8 Gramm Gewicht ist das Wintergoldhähnchen der kleinste Vogel Europas. Es ernährt sich ganzjährig von winzigen, weichhäutigen Insekten und Spinnen. Ein Vogel dieser Grösse muss Erstaunliches leisten, um seine Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Jeden Tag braucht er Nahrung im Umfang des eigenen Körpergewichts. Während der kurzen Wintertage muss er in 6-7 Stunden genügend Insekten fangen, um die rund 17-stündige Nacht bei kalten Temperaturen im Freien zu überstehen. 

Quelle: Vogelwarte Sempach

Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)* 

Zaunkönige gehören zu unseren kleinsten Vögeln. Die kleinen Federbälle können wie Mäuse durch bodennahes Gestrüpp huschen und auf der Jagd nach Insekten und Spinnen die entferntesten Winkel absuchen. Der schmetternde und trillernde Gesang ist für den Winzling erstaunlich laut. Der Zaunkönig zuckt oft mit dem kurzen, gestelzten Schwanz, bei stärkerer Erregung macht er knicksende Körperbewegungen. In nahrungsgünstigen Revieren gelingt es Männchen, mit mehreren Weibchen verpaart zu sein.

Quelle: Vogelwarte Sempach

 

Bild: Wikipedia

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Zilpzalp (Phylloscopus collybita)*

Mit einem deutlichen, oft wiederholten «zilp zalp» stellt sich der unscheinbare Laubsänger gleich selber vor. Als einer der ersten Zugvögel ist sein Gesang bereits Mitte März bei uns zu hören. Regelmässig versuchen einige Vögel bei uns zu überwintern, vor allem in Gewässernähe. Bei der Wahl des Reviers ist der Zilpzalp wenig wählerisch und besiedelt fast jeden Wald bis zur Baumgrenze. Er ist einer unserer verbreitetsten Brutvögel. Das kugelige Nest wird vom Weibchen allein gebaut, wozu es mindestens 1200 Transportflüge benötigt.

Quelle: Vogelwarte Sempach